Was du über das Geschäft mit den Influencern wissen solltest

alphin Local Influencers
Katja Reinke
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August 26, 2022
5
min
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Junge Influencerin ist vor ihrer Handykamera zu sehen, wie sie scheinbar gerade live mit ihrer Community interagiert.

Das Influencer heutzutage zum Erfolg von Unternehmen maßgeblich beitragen, ist bekannt. Doch wie läuft das Geschäft eigentlich konkret ab? Welche Influencer Kategorien gibt es? Und wie werden Influencer eigentlich bezahlt? Wir sind den Fragen im neuesten Blogbeitrag auf den Grund gegangen.

Influencer Kategorien und was sie bedeuten


Die Influencer lassen sich tatsächlich in verschiedene Kategorien aufteilen. Durch einen einfachen Blick auf die Anzahl der Follower ergeben sich folgende Kategorien:


1. Celebrity-Influencer (über 5.000.000 Follower)
Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dieser Gruppe um Prominente. Sie haben bereits vor ihrer Influencer-Karriere in einem Bereich einen Prominentenstatus erreicht und nutzen ihre Bekanntheit nun, um auch auf den sozialen Kanälen erfolgreich durchzustarten. In seltenen Ausnahmen begann ihre Karriere auch auf den sozialen Kanälen und sie haben sich darüber hinaus mittlerweile einen Prominentenstatus erarbeitet. Besonderheit: Sie posten mehrfach täglich, das wird von den Followern auch vorausgesetzt. Die Community ist stets bei allen Ereignissen dabei. Aufgrund der großen Community ist die Bindung jedoch eher einseitig. Der Influencer hat weniger Einfluss auf das Verhalten oder die Kaufentscheidungen der Follower.

2. Mega-Influencer (mehr als 1 Million Follower)
Diese Gruppe ist innerhalb ihrer Spezialisierung bzw. Branche prominent. Sie haben sich eine große Bekanntheit erarbeitet und verfügen über eine beachtliche Reichweite. Dennoch gilt auch in dieser Gruppe, die Verbindung zur Community ist nicht sehr stark in Bezug auf das Verhalten und die Kaufentscheidung, die von den Followern getroffen werden.


3. Macro-Influencer (500.000 bis 1 Million)
Interessante Gruppe, sie haben eine beachtliche Anzahl an Followern, doch fokussieren diese Influencer sich in der Regel noch auf andere Geschäfte. Sie verdienen einen Großteil ihres Einkommens zwar als Influencer, bauen sich dennoch mindestens ein weiteres Standbein auf, um finanziell auch in Zukunft abgesichert zu sein. Vorteil: Sie nutzen ihre Bekanntheit und Reichweite, um für sich und die eigenen Projekte Werbung zu machen. Sogenannte Macro-Influencer kommen auch nicht selten durch Reality-TV-Formate zu Bekanntheit bzw. einer gewissen Reichweite.

Gut zu wissen: Je größer die Reichweite, sprich je mehr Follower ein Influencer hat, desto geringer ist der eigentliche Einfluss auf die Abonnenten. Sie bauen keine große Bindung zu ihren Followern auf, da es einfach zu viele sind, um allen gerecht zu werden.

4. Mid-Tier-Influencer (50.000 bis 500.000 Follower)
Eine interessante Gruppe, denn sie füllen, wenn man so will, den Raum zwischen Macro- und Micro-Influencern aus.
Was haben Unternehmen von Mid-Tier-Influencern zu erwarten? Die Produkte werden solide präsentiert und mit großem Fachwissen über die Branche unterfüttert. Durch die kleinere Reichweite ist das Engagement und die Interaktion der Community deutlich höher. Insgesamt wird es eine vielversprechende Kooperation.

5. Micro-Influencer (10.000 bis 50.000 Follower)
Sie sind eng mit ihrer Community verbunden und zeichnen sich, ähnlich wie die Mid-Tier-Influencer, durch ihr nicht unerhebliches Fachwissen in den entsprechenden Branchen und Bereichen aus. Ihre Followerzahlen sind organisch gewachsen. Zudem gelten ihre Abonnenten als sehr treu und loyal, was sie für lokale Unternehmen besonders interessant macht.

6. Nano-Influencer (weniger als 10.000 Follower)
Die Anhängerschaft ist eher eine kleine Gruppe, zwischen 1.000 und 10.000 Followern, doch sehr treu. Nano-Influencer haben einen engeren und regelmäßigeren Austausch mit der Community als es den anderen Influencern möglich ist. Das führt dazu, dass die Abonnenten den Nano-Influencern deutlich mehr Vertrauen entgegenbringen. Ob Umfragen, Wünsche oder Meinungen, der Influencer bezieht auch bei der Gestaltung des eigenen Contents die Präferenzen der Follower mit ein. Für lokale Unternehmen ist gerade diese Gruppe von großem Interesse, vor allem in Großstädten und Ballungszentren.

Eine weitere Art der Gruppierung wäre über die bevorzugten Kanäle. Dabei spricht man dann von Instagramern, YouTubern, Bloggern und so weiter. An dieser Stelle sollte jedoch erwähnt werden, dass es heutzutage eher selten ist, dass sich Influencer auf nur einen Kanal konzentrieren, um mit ihrer Community in Kontakt zu treten. Wer einst als YouTuber begann, bedient heute nicht selten noch Instagram, TikTok und Twitter, um die Community auf dem Laufenden zu halten. Der Beruf des Influencers wird somit schnell zu einem Fulltime-Job, der keine Wochenenden und Feiertage kennt.

Was verdienen Influencer eigentlich?


Darauf eine einfache und klare Antwort zu geben, ist nicht möglich. Es gibt deutliche Unterschiede bei den verschiedenen Influencer-Kategorien. Ein erster Anhaltspunkt für die Berechnung liefert, wie so oft bei Influencern, die Reichweite. Influencer mit Followerzahlen in Millionenhöhe verdienen im Höchstfall sogar bis zu einer Million Euro pro Post. Die Branchen und der Expertenbereich des jeweiligen Influencers spielen dabei natürlich ebenfalls eine ausschlaggebende Rolle. Während bei den großen Größen der Influencer Verhandlungen wenig Sinn machen, da ihre Konditionen fix sind, kann ein Verhandlungsgespräch bei Micro, Nano, Mid-Tier und Macro-Influencer nicht schaden. Oft begünstigt auch die Dauer der geplanten Kooperationen und die Beziehung zu den Influencern die Verhandlungsgrundlage.

Die klassische Vergütung erfolgt jedoch meist nach der Berechnung Kosten pro Post bzw. Beitrag. In manchen Fällen arbeitet man auch mit einem Paketpreis. Sollte vorab klar sein, dass die Kooperation über ein Produkt oder einen einzelnen Post hinausgeht, bietet sich das an. Wie viele Posts und welche Art von Beiträgen, Hashtags und Verlinkungen in den Veröffentlichungen unterzubringen sind, werden vorab definiert und abgestimmt. Im Regelfall liefert das Unternehmen ein Briefing, welches Eckdaten zum Produkt enthält, auf Besonderheiten verweist und wichtige Links und Hashtags liefert. Der Influencer geht ans Werk und erstellt einen Beitrag. Das Briefing ist dabei die Grundlage, engt den Influencer im kreativen Prozess jedoch nicht ein. Vor der Veröffentlichung wird nicht selten eine Abnahme durch das Unternehmen durchgeführt. Bei lokalen Unternehmen, die auf die Zusammenarbeit mit alphin setzen, übernimmt alphin die komplette Abwicklung und Abnahme der Beiträge.  

Was Influencer durchschnittlich verdienen, lässt sich so pauschal nicht sagen. Jedoch gibt es verschiedene Quellen, die besagen, dass Micro-Influencer zwischen 500 bis 1.000 Euro pro Post verdienen. Influencer mit mehr als 100.000 Followern schon bis zu 5.000 Euro pro Post veranschlagen. Aber wie vorab erwähnt, das sind Schätzungen, denn Kooperationen werden immer noch individuell geschlossen. Laut Studienergebnissen des BVDW gaben im Jahr 2021 14 % der Unternehmen an, mehr als 100.000 Euro für Influencer-Marketing ausgeben zu wollen. Und die Zahl wächst seit Jahren, doch wie berechnet sich das benötigte Budget?

Ein Rechenbeispiel


Nehmen wir als Beispiel an, ein Influencer hat 600.000 Follower und würde 5.000 Euro für eine Kooperation veranschlagen. So nimmt man folgende Rechnung zur Hand:

5.000 Euro / 600.000 Follower = 0,0083
0,0083 x 1.000 = 8,33 Euro

So haben wir den Tausender-Kontakt-Preis ermittelt, in Höhe von 8,33 Euro. Warum ist dieser Preis interessant? Der Tausender-Kontakt-Preis ist eine Größe aus dem Marketing und stammt konkret aus der Mediaplanung. Kurz erklärt: Das ist der Preis, den ein Werbetreibender, in dem Fall das Unternehmen, für eine Anzeige, ein Posting zahlen muss, damit 1.000 Besucher/Leser/Nutzer diesen Beitrag sehen. Die Frage, die sich dabei stellt, ist, ist das im Budget oder eine unerschwingliche Marketingmaßnahme? Manchmal überwiegt der Faktor der Bekanntheit oder der Prominentenstatus des Influencer und man nimmt auch für eine einmalige Kooperation einen höheren Tausender-Kontakt-Preis in Kauf, um eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen.

Fazit: Das Geschäft mit den Influencern lohnt sich


Am beliebtesten bei Unternehmen sind die Micro-Influencer. Sie haben eine enge Bindung zur Community, dennoch eine beachtliche Followeranzahl und somit auch einen großen Einfluss auf deren Kaufentscheidungen und ihr Konsumverhalten. Sie posten regelmäßig und haben sich zudem als Experten in bestimmten Bereichen etabliert, was ihnen zusätzliche Glaubwürdigkeit einbringt.

Für kleinere, lokale Unternehmen könnten die Micro-Influencer dennoch unerschwinglich sein. Aus diesem Grund geht hier der Trend hin zu Nano-Influencern. Lokale Businessbetreiber schätzen Nano-Influencer für ihre relevante, lokale Reichweite, ihr großes Maß an Authentizität und ihre starke und sehr eng Bindung zu ihren Followern.

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